Der SceneLights LED-LCD-Beamer LB-9300.hd mit WXGA-Auflösung, 2800 Lumen

– 06. August 2014 –

Flipchart, Metaplan, Stattys, Beamer – das sind unter anderem meine Hardware-Komponenten, die ich für meine Seminare und Workshops benötige. Bei den firmeninternen Seminaren steht mir das Equipment ja zur Verfügung – doch ich gebe zunehmend auch offene Workshops zu Themen wie Schreiben für das Internet oder Social Media – und da wäre ein eigener Beamer schon eine feine Sache:). Jetzt hat mir die Firma Pearl einen Beamer zum Testen zur Verfügung gestellt (**sponsored post), den ich hier ausgiebig unter die Lupe nehme.

Kurzfazit für die, die schnell auf den Punkt kommen wollen: Für schmales Budget ein feiner Beamer mit ein paar Schwachstellen (z.B. die laute Lüftung), die aber mit dem günstigen Preis zu rechtfertigen sind.

Als ich den Beamer auspackte, war ich doch ziemlich erstaunt, wie groß das Gerät ist (350x275x140mm – und 3kg schwer).  Der Beamer ist damit eher für den stationären Gebrauch gedacht und nicht unbedingt dafür konzipiert, ihn auf Seminarreisen mitzunehmen:). Dafür ist er ziemlich preiswert – bei Pearl.de kostet er zur Zeit nur 299,90 Euro statt 699,90 Euro.

Große Bilddiagonalen erfordern große Räume

Und er sorgt dann mit seinen Bild-Diagonalen bis zu 3,05 Metern auch für ein entsprechendes Kino-Feeling, wenn man den Platz in der Wohnung hat. Denn der Minimumabstand zur nächsten Wand ist laut Anleitung 1,90 Meter – doch ich musste erst in unserem Konferenzraum  gehen und einen Abstand von eher 2,50 bis 3 Meter zur Leinwand herstellen, um ein gutes Bild zu bekommen.  Bei einem Seitenverhältnis von 4:3 benötige ich laut Anleitung mindestens 4,23 Meter für die 305 cm-Bild-Diagonale, bei einem Seitenverhältnis von 16:9 mindestens 3,65 Meter.  Minimum sind laut Anleitung 1,90 Meter bzw. 2,20 Meter, um eine Bild-Diagonale von 152 cm zu erhalten. Eine Leinwand ist dabei ein wichtiges Accessoire, denn das Bild sah darauf deutlich besser aus als auf der weißen Wand.

Apropos Bildschärfe. Feinjustieren ist angesagt

Wichtig für ein scharfes Bild ist dann auch, dass der Beamer wirklich gerade vor der Leinwand steht, wenn er einen Tick zu schräg steht, wird das Bild trapezförmig verzogen – und das lässt sich auch mit der Linse nicht sauber genug korrigieren. Das kannte ich von den 08/15-Seminarbeamern nicht, mit denen ich sonst so arbeite und die ja eine Menge verzeihen. Dieser Beamer ist kapriziöser und will sorgsam aufgestellt und – beim ersten Mal – auch aufwändig mit der Fernbedienung eingestellt werden, damit er exzellente Bilder liefert. Denn die Werkseinstellung brachte bei mir nicht das erhoffte saubere, hochauflösende Bild. (Vielleicht ist das ja auch normal. Sonst nutze ich ja immer einen vorhandenen Beamer, der schon sauber justiert ist.)

Es muss übrigens jetzt nicht nachtschwarze Dunkelheit herrschen, aber den Raum muss man schon deutlich abdunkeln, damit man den Heimkinoeffekt wirklich erleben kann.

Getestet habe ich die Bildqualität mit meinen üblichen PP-Folien (Text und Bilder), Internetscreens (brauche ich für meine Seminare) und X-Men II:).

Mein Fazit Bildschärfe und Bildgröße: Der LED-LCD-Beamer LB-9300.HD ist gut geeignet für große Räume. Ich könnte mir auch vorstellen, mit dem Teil 2016 die Public Viewing-Abende bei der Fußball-EM auf unserem Hof zu feiern – die 2800 Lumen sollten das möglich machen;). Hat man etwas an den Einstellungen rumgepfriemelt (was zugegebenermaßen nicht meine Lieblingsbeschäftigung bei Hardware ist. Hey, ich bin MACi:)), bekommt man für ein recht schmales Budget (es gibt ja nicht viele Beamer unter 300 Euro) ein wirklich ansehnliches Bild für das Heimkino im Wohnzimmer. Etwas Geduld muss man zu Beginn eben mitbringen:).

Lüftung

Die Lüftung ist einfach ziemlich laut. Ich kann nur empfehlen, nicht allzu nah am Gerät zu sitzen (wie gesagt: Aus meiner Sicht ist der LED-LCD-Beamer LB-9300.HD ein Gerät für größere Räume) und ggf. separate Lautsprecherboxen zu nutzen, um einen guten Gesamtklang im Raum zu erhalten.

Anschlüsse und Technik

Via HDMI, USB und andere Anschlüsse lassen sich zahlreiche Geräte mit dem Beamer verbinden: Blu ray-Player, HDTV-Receiver, PC und Spielekonsole – alles kein Problem. Und hat man die Bildschärfe mal vernünftig justiert, ist der Beamer leicht zu bedienen und wartungsarm.  

Die Lampe soll laut Hersteller bis zu 20.000 Betriebsstunden schaffen (getestet habe ich das natürlich noch nicht:)) – und insgesamt ist das Gerät auch dank LED-LCD-Technik sparsam im Verbrauch.

Die VIOSO Presenter-Software konnte ich nicht testen, da ich einen Mac habe. Mit dieser soll man Videos, Bilder und andere Datei-Inhalte per Mausklick zu schicken Multimedia-Präsentationen kombinieren können. Ich denke, das könnte ganz spannend für die nächste Urlaubsfotosession sein:).

  • HDTV-fähiger Heimkino-Beamer mit 5,8"-/14,7 cm-LCD-Panel
  • Schnittstellen: 2x HDMI, TV, YPbPr (AV), VGA, 2x USB, Stereo-Cinch-Ausgang, Stereo-Cinch-Eingang (benötigte Kabel muss man extra bestellen)
  • Leistung: Gesamt 220 Watt, Lampe 160 Watt
  • Maße: 350 x 140 x 285 mm, 3 kg
  • Darstellbare Bildverhältnisse: 16:9 und 4:3, Zoom
  • Stereo-Lautsprecher: 2x 2 Watt RMS

Lieferumfang

  • Fernbedienung (die nötigen AAA-Batterien muss man dazukaufen)
  • VIOSO-Software (für Windows XP/Vista/ 7)
  • AV-Kabel
  • VGA-Kabel
  • Linsenabdeckung
  • Netzkabel
  • deutscher Anleitung

Mein Fazit

Vorteile: Einfache Bedienung, gute Bildqualität für (im Vergleich zu anderen Beamern) schmales Budget

Nachteile: Laute Lüftung

Geeignet für: Das Gerät eignet sich prima für das Heimkino zu Hause im großen Wohnzimmer (mit Leinwand!) oder auch für Fotoabende mit Freunden.

Für Seminare werde ich diesen Beamer nicht optimal einsetzen können (außer in unserem großen Konferenzraum, der eine Leinwand hat), denn die Seminarräume, in denen ich unterrichte, sind in der Regel recht klein. Zudem muss man den Raum schon deutlich abdunkeln, um zum Beispiel Folien gut lesen zu können – oder gemeinsam auf der Leinwand im Netz zu surfen (was ich ja in meinen Workshops tue, wenn es um Texten für das Internet oder Social Media geht). Als Seminar-Hardware werde ich ihn also eher selten nutzen, aber dem gemeinsamen Game of Thrones-Mädelsabend im Wohnzimmerkino steht nichts mehr im Wege:).

* sponsored post: Für diesen Artikel wurde ich vom Werbepartner bezahlt.

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